Bewertungen auf Google sind für Gastronomie, Einzelhandel und Co. so wichtig, wie noch nie. Umso ärgerlicher ist es für Unternehmer und Selbstständige, wenn sie zu Unrecht negativ bewertet werden.

Lesen Sie jetzt, warum Google-Bewertungen so wichtig geworden sind, wie man viele positive Rezensionen sammelt und negative mit anwaltlicher Hilfe von Dein-Ruf.de professionell löschen lassen kann.

Inhalt im Überblick:

So gut wie jeder User nutzt online eine Suchmaschine wie Google. Nach Aussage des Suchmaschinengiganten werden rund 3,5 Milliarden Suchanfragen weltweit eingegeben – und das täglich1.

In diesen Anfragen suchen Nutzer natürlich auch nach Dienstleistern, Ärzten, Restaurants und Co. Und stoßen bei der Suche unweigerlich auf die jeweiligen Bewertungen eines Unternehmens.

1 https://www.seo-suedwest.de/5431-google-liefert-offizielle-zahlen-zum-taeglichen-suchevolumen.html

Wie wichtig sind Google-Bewertungen für Unternehmen?

Aus diesem Grund wird der Google-Bewertungsdurchschnitt für Unternehmen immer wichtiger. Denn wenn ein User gezielt nach einem Dienstleister oder sonstigem Unternehmen sucht, wird der entsprechende Google-Eintrag samt Bewertungsdurchschnitt rechts neben den Suchergebnissen eingeblendet.

Wer hier nicht mit mindestens vier bis fünf Sternen glänzen kann, muss unter Umständen mit hohen Umsatzeinbußen rechnen. Denn potenzielle Kunden könnten sich aufgrund einer schlechten Google-Bewertung im Zweifelsfall an einen Wettbewerber wenden.

Leider ist es Unternehmern kaum möglich, sich diesem Bewertungsdruck zu entziehen. Denn ein Google-Profile lässt sich nicht löschen. Nur eine Meldung als „geschlossen“ ist möglich. Doch dann in das Google My Business Profil noch immer als „geschlossen“ öffentlich sichtbar.

Fast alle Online-User lesen Bewertungen und vertrauen ihnen

Studien zeigen, dass Online-Bewertungen mittlerweile bei Usern enorm an Bedeutung gewonnen haben. Das geht sogar so weit, dass Nutzer eher Online-Bewertungen vertrauen als persönlichen Empfehlungen von Freunden und Familie.

Ungefähr 90 Prozent der Online-User lesen Rezensionen, bevor sie eine Dienstleistung in Anspruch nehmen oder ein Produkt kaufen. Von diesen Nutzern lesen die meisten täglich Rezensionen, jedoch mindestens einmal im Monat3.

Die höchste Autorität in Sachen Online-Bewertungen hat für User offensichtlich – wenn auch wenig überraschend – Google, dicht gefolgt von Facebook und Yelp.

Positive Bewertungen erhöhen die Sichtbarkeit im Netz

Maßgeblich beeinflussend auf Interessenten wirken aber nicht nur die reinen Bewertungen eines Unternehmens, sondern auch dessen Sichtbarkeit im Internet. Denn wenn ein User mal nicht gezielt nach einem bestimmten Dienstleister sucht, sondern verallgemeinernd beispielsweise nach „Dermatologe Hamburg“, werden genau jene Ärzte zuerst angezeigt, die viele positive Bewertungen auf Google vorweisen können. Damit sind Google-Rezensionen auch für die Auffindbarkeit von Unternehmen im Netz von großer Bedeutung.

2 https://www.capterra.com.de/blog/687/online-bewertungen-in-deutschland

3 https://www.brightlocal.com/research/local-consumer-review-survey/

4 https://www.brightlocal.com/research/local-consumer-review-survey/

Google-Eintrag im Local Pack besonders begehrt

Wer seine Sichtbarkeit im Netz zusätzlich maximieren möchte, für den ist es die Königsdisziplin im sogenannten „Local Pack“ zu erscheinen. Damit ist eine Platzierung des Google Eintrags in den ersten drei Suchergebnissen gemeint. Ein Beispiel für ein Local Pack, das ein User angezeigt bekommt, wenn er auf Google nach „Italiener Berlin“ sucht:

Daher ist eine Platzierung des Google-Beitrags im Local Pack sehr vorteilhaft und kann dem Unternehmer viele neue zusätzliche Kunden bescheren.

Lohnt sich der Kauf von Bewertungen?

Jedem Unternehmer dürfte damit also mittlerweile hinreichend bewusst sein, dass Bewertungen über Erfolg oder Misserfolg entscheidend sein können. Doch was, wenn es noch keine ausreichende Anzahl an positiven Bewertungen gibt? Oder die wenigen negativen Bewertungen den Durchschnitt nach unten ziehen?

Viele Unternehmer kommen dann auf die Idee, die Bewertungen einfach zu kaufen. Das Angebot klingt verlockend: Unter der entsprechenden Suchanfrage „Bewertungen kaufen“ erscheinen gleich mehrere Anbieter, bei denen sich Unternehmer ein paar oder gleich mehrere hundert Bewertungen kaufen können.

Was auf den ersten Blick als bequeme Lösung des Problems erscheint, kann aber auch nach hinten losgehen. Schließlich ahnden Portale mittlerweile das Fälschen von Bewertungen. Und User bemerken oftmals sogar, wenn Rezensionen mutmaßlich gekauft wurden, wenn sie zum Beispiel zu überschwänglich positiv formuliert sind.

Ist das Kaufen von Rezensionen legal? 5

Der Kauf von Bewertungen bewegt sich nicht in einer rechtlichen Grauzone, sondern ist nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb schlicht verboten. Anbieter von Fake-Bewertungen behaupten gerne, dass der Kauf von Rezensionen legal sei, da Dienstleistungen und Produkte angeblich von Usern getestet werden, auch wenn das gar nicht zutreffend ist.

Eine Ausnahme stellt die Vermittlung von sogenannten Produkttestern dar, die sich aber in der Bewertung auch als solche zu erkennen geben müssen. Daher gilt allen Behauptungen von Bewertungsanbietern zum Trotz: Erlaubt sind online grundsätzlich nur authentische Kundenrezensionen.

Google löscht gekaufte Bewertungen 6

Neben dem Fakt, dass das Kaufen von Bewertungen illegal ist, geht auch Google selbst gegen Fake-Rezensionen vor. Zum Beispiel dann, wenn fünf Sterne Bewertungen von neu erstellten leeren Profilen abgegeben werden, wenn sich IP-Adressen wiederholen oder wenn ein Unternehmen in ungewöhnlich kurzer Zeit sehr viele fünf Sterne-Bewertungen hinzugewinnt. Diese Fälle behandelt der Google-Algorithmus als verdächtige Vorgänge und blockiert oder löscht die betroffenen Bewertungen. Daher lohnt sich das Kaufen von Rezensionen nur in den wenigsten Fällen.

Portal stellt Unternehmen mit angeblich gekauften Bewertungen an den Pranger

Und noch eine Gefahr besteht für Profile mit ungewöhnlich vielen positiven Rezensionen Denn Portale gehen mittlerweile teilweise dazu über, diese als nicht vertrauenswürdig öffentlich zu kennzeichnen. So beispielsweise geschehen beim Ärzte-Patienten-Portal Jameda, das einzelne Profile mit einem Warnhinweis markiert, wenn nach Auffassung des Portals Rezensionen unrechtmäßig erworben sein könnten:

„Bei einzelnen Bewertungen auf diesem Profil haben wir Auffälligkeiten festgestellt, die uns veranlassen an deren Authentizität zu zweifeln. Wir haben den Profilinhaber mit dem Sachverhalt konfrontiert. Hierdurch ließ sich die Angelegenheit bisher nicht aufklären. Der Profilinhaber bestreitet für die Manipulation selbst verantwortlich zu sein…“

5 https://ggr-law.com/persoenlichkeitsrecht/faq/bewertungen-ist-der-kauf-von-bewertungen-legal/

6 https://www.feedbackcompany.com/de-de/blog/bewertungen-kaufen-eine-schlechte-idee/

Leider wurde dieses Vorgehen kürzlich vor Gericht für rechtmäßig befunden. „Plötzlich soll der beklagte Arzt seine Unschuld beweisen, was einer Beweislastumkehr gleichkommt. Wenn er das Missverständnis nicht schnell genug aufklärt, wird er kurzerhand öffentlich an den Pranger gestellt. Es ist mir ein Rätsel, warum das Oberlandesgericht diese skandalöse Praxis von Jameda billigt“, kritisiert Imanuel Schulz, Bewertungsexperte und Anwalt das Portal und das Urteil.

Was ist die optimale Gesamtbewertung für Unternehmen?

Umfragen zeigen, dass die meisten Konsumenten nicht wie vielleicht angenommen Gesamtbewertungen von glatten fünf Sternen bevorzugen, sondern Firmenprofile mit im Schnitt vier Sternen als besonders vertrauenswürdig betrachten:

https://www.brightlocal.com/research/local-consumer-review-survey/

Viele Marketingagenturen sind daher der Meinung, dass negative Bewertungen positiv sein können. Im begrenztem Umfang mag dies zumindest nicht schädlich sein.

Aber wer einmal ein Google-Profil mit 4,9 Sternen bei rund 50 Bewertungen hatte, wird berichten, dass man sich vor Kundenanfragen nicht retten kann. Dies gilt insbesondere für Ärzte und Restaurants. „Entscheidend ist, dass man selbst Herr über seine Bewertungen und damit auch über seinen Ruf bleibt. Denn wer über seine eigenen Rezensionen keine Kontrolle hat, kann schnell die Kontrolle über sein gesamtes Unternehmen verlieren“, warnt Rechtsanwalt Schulz.

Wie erhält man viele positive Rezensionen?

Stellt sich nun die Frage, wie man an viele positive Bewertungen gewinnt, wenn man diese nicht auf illegalem Wege kaufen will. Hier drei Tipps von den Bewertungsexperten von Dein-Ruf.de, die jeder Unternehmer beherzigen sollte:

Tipp 1: Zufriedene Kunden zu Bewertungen aufrufen

Wenn Sie noch zu wenig Bewertungen vorweisen können oder ein paar negative den Bewertungsdurchschnitt herunterziehen, rufen Sie Ihre zufriedenen Kunden gezielt zu einer Google-Rezension auf! Das ist besonders wirkungsvoll, wenn Sie zum erfolgreichen Abschluss eines Auftrags ganz einfach Ihren Kunden persönlich, per Telefon oder Mail um eine Bewertung bitten.

Tipp 2: Bewertungslink versenden

Dazu sollten Sie es Ihrem Kunden so einfach wie möglich machen, Sie zu bewerten. Denn nach dem Aufruf zur Rezension müsste Ihr Nutzer selbst zum Laptop oder Smartphone greifen, sich in seinen Google-Account einloggen und die Bewertung verfassen. Das sind einige Hürden, die selbst wohlwollende Kunden manchmal nicht überwinden. Nicht unbedingt, weil sie es nicht wollen, sondern weil ihnen der Bewertungsprozess unter Umständen zu kompliziert ist.

So erstellen Sie einen Google-Bewertungslink

Den Bewertungslink können Sie in wenigen Schritten ganz einfach selbst erstellen.

Für Computer- und Laptop-Nutzer:

Loggen Sie sich in Ihrem Google My Business Account ein.
Klicken Sie links im Menü auf „Startseite“.
Kopieren Sie die URL auf der Karte „Mehr Rezensionen erhalten“ und teilen Sie diese mit Ihren Kunden.

Für Smartphone-Nutzer:

Loggen Sie sich in Ihre Google My Business App ein.
Rufen Sie „Kunden“ und anschließend „Rezensionen“ auf.
Anschließend tippen Sie oben rechts auf „Teilen“.
Es erscheint eine URL, die Sie an Ihren Kunden versenden können.

Empfehlung: Versenden Sie diesen Google-Bewertungslink am besten per WhatsApp an Ihre Kunden. So machen Sie es ihnen so einfach wie möglich, von unterwegs per Smartphone in wenigen Sekunden eine positive Bewertung abzugeben!

Tipp 3: Anreize für die Bewertung schaffen

Falls sich Ihre Kunden trotz dieser Tipps noch immer sehr schwierig zu Google-Rezensionen animieren lassen, versuchen Sie es mit einem kleinen Anreiz. Beispielsweise könnten Sie im Einzelhandel einen Rabattgutschein für den nächsten Einkauf im Gegenzug für eine Bewertung in Aussicht stellen. Es gibt zahlreiche individuelle Möglichkeiten: Lassen Sie sich etwas einfallen, Ihre Kundschaft wird sich bedanken!

Negative Online-Bewertungen durch Corona

In den letzten Monaten haben vermehrt Unternehmer davon berichtet, dass sie wegen Corona online schlecht bewertet wurden. Das liegt unter anderem an gesetzlich notwendigen Hygienekonzepten zur Eindämmung der Pandemie, wie zum Beispiel die Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Restaurant, Fitnessstudio oder Einzelhandel. Wer keine Maske tragen möchte und deshalb des Geschäfts verwiesen wird, beschwert sich gerne in einer negativen Google-Bewertung. Eine enorme Mehrbelastung für Unternehmer, die teilweise ohnehin gerade mit starken Umsatzeinbußen zu kämpfen haben. Doch diese ungerechten Rezensionen müssen Sie nicht einfach hinnehmen.

Wie sollten Unternehmer auf negative Rezensionen reagieren?

Zahlreiche Marketingagenturen predigen immer wieder, dass Unternehmer zu Bewertungen grundsätzlich öffentlich Stellung beziehen sollten. Nur so könnten sie sich nach außen möglichst transparent und lösungsorientiert für andere Kunden und Interessenten präsentieren. Was auf den ersten Blick wie ein guter Tipp wirkt, hat aber seine Schattenseiten: Denn mit einer Kommentierung wird die Bewertung möglicherweise unlöschbar.

Die Möglichkeit zur Entfernung der Rezension können sich Unternehmer also verbauen, wenn Sie vorschnell öffentlich eine Bewertung kommentieren. „Deshalb sollten Sie auf eine ungerechte negative Bewertung am besten gar nicht reagieren und zunächst prüfen, ob diese gelöscht werden kann“, rät der Anwalt und Bewertungsexperte Imanuel Schulz.

Können negative Google-Bewertungen gelöscht werden?

Sie können negative Google-Rezensionen entfernen lassen, wenn sie falsche Tatsachenbehauptungen oder Straftatbestände wie Verleumdungen oder Beleidigungen enthalten und damit nicht den Richtlinien von Google entsprechen. Die Löschung können Sie selbst bei Google beantragen, indem Sie auf das Flaggensymbol in der betreffenden Bewertung klicken und die Rezension als „unangemessen“ melden. Alternativ können Sie sich auch direkt an den Google-Support wenden.

Übrigens: Das Entfernen von ungerechten Bewertungen ist sinnvoller, als positive Bewertungen hinzuzufügen. Dies gilt besonders für Google-Profile mit wenigen Rezensionen. Ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie haben zehn einwandfreie fünf Sterne Bewertungen gesammelt. Durch Corona kam es zu einem Lieferengpass und ein unzufriedener Kunde gibt Ihnen eine negative Bewertung. Ihr Google-Bewertungsscore fällt von 5,0 auf 4,6 Sterne. Sie bräuchten nun über 70 (!) neue positive Rezensionen, um Ihre ursprüngliche Top-Bewertung zu erreichen.

Sollten Sie negative Google-Bewertungen selbst löschen?

In einfachen und offensichtlichen Fällen können Unternehmer selbst eine ungerechte Bewertung löschen lassen. Doch oftmals meldet sich der Google Support erst gar nicht bei den hilfesuchenden Unternehmern, da dieser die Beschwerde unter Umständen für nicht relevant hält. Das kann daran liegen, dass nicht korrekt beschrieben ist, warum die Bewertung unrechtmäßig sein soll. Denn das ist für juristisch nicht versierte Unternehmer auch gar nicht so leicht zu beurteilen.

In diesen Fällen wird nicht mal ein Prüfverfahren eingeleitet. „Bei Google arbeiten Top-Juristen, die auf den kleinsten Fehler warten, um Bewertungen nicht löschen zu müssen“, erläutert der Anwalt und Betreiber von Dein-Ruf.de. Daher sollten Sie sich zum Entfernen der Bewertung besser gleich an einen Experten wenden, damit die Rezension auf Grundlage einer falschen Begründung nicht unlöschbar wird.

Wie viel kostet das Entfernen einer schlechten Rezension durch einen Anwalt?

Die Erstberatung und detaillierte Bewertungsanalyse ist bei den Anwälten von Dein-Ruf.de komplett kostenfrei. Hier können Sie zunächst Ihre Erfolgschancen erfragen, damit die Bewertung zum Schluss auch wirklich entfernt werden kann. Anschließend entscheiden Sie, ob Sie den Anwalt mit der Löschung der Rezension beauftragen möchten. Dieser Service kostet pauschal 189 Euro netto je Bewertung. Möglicherweise übernimmt auch Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten. Rabatte bei der Beauftragung von mehreren Bewertungslöschungen sind möglich.

So lassen Sie Ihre negative Bewertung in drei Schritten löschen

Haben Sie eine ungerechte negative Google-Bewertung erhalten? Informieren Sie sich über Ihre Rechte als Unternehmer und lassen Sie die Bewertung von den Experten von Dein-Ruf.de ganz einfach, kostengünstig und stressfrei entfernen.

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